Iguazu

Montag, 4. Januar 2010 19:37

p1130068.JPGp1120851.JPGp1120818.JPGp1120702.JPGp1120677.JPGp1120635.JPG                    Am 22.12. verliessen wir am Nachmittag Salta um zu unserem letzten Stopp zu den Wasserfaellen von Iguazu zu fahren. Fuer die 24stuendige Fahrt hatten wir uns einen besonders bequemen Bus ausgesucht. Mit Liegesitzen und vollem Service.

In Iguazu hatten wir uns ein besonders schoenes Hotel ausgesucht, denn hier wollten wir ja Weihnachten feiern. Das Hotel entsprach ganz unseren Erwartungen. In Ermangelung eines Weihnachtsbaumes haben wir der Lampe auf dem Schreibtisch ein paar Weihnachtskugeln umgehaengt und zwei kleine Paeckchen darunter bildeten den Gabentisch. Unser Weihnachtsmenue nahmen wir auf der Terrasse am Swimmingpool ein. Der Temperatur entsprechend in Seide und Leinen gekleidet, dachten wir zwar nicht an Schnee, aber irgendwie war es doch weihnachtlich.

Den Tag hatten wir auf der brasilianischen  Seite der Faelle verbracht. Der Rio Iguazu mit seinen 2.800m langen Fällen, bildet hier die Grenze zwischen Argentinien und Brasilien und im Staedchen Puerto Iguazu – 15 km flussab von den Fällen – auch noch die Grenze zu Paraguay.

Von der brasilianischen Seite hat man einen fantastischen Blick auf die gesamte Laenge der Faelle. Von vielen Terrassen aus kann man die gewaltigen Wassermassen 70 m zu Tal stuerzen sehen. Ein unbeschreibliches Schauspiel.

Am 1. Weihnachtstag sahen wir uns die Faelle von der argentinischen Seite an. Hier hat man zwar keinen so vollstaendigen Ueberblick, kann aber an vielen Stellen noch viel dichter an die einzelnen Faelle kommen. Das Donnern der Wassermassen macht eine Verstaendigung fasst unmoeglich und dass wir etliche Male von der Gischt durchtraenkt wurden, gehoerte einfach dazu. Die Sonne trocknete uns in Rekordzeit wieder. Um dieses Wunderwerk der Natur zu beschreiben fehlen mir die Worte. Es ist einfach grandios. Hoffentlich vermoegen die Bilder einen Eindruck zu vermitteln.

Am zweiten Feiertag ging es dann wieder mit der Bettenkutsche zurueck nach Buenos Aires. Diesmal hatten wir richtige Betten im Bus. Als der Steward kurz vor Mitternacht noch einmal bei uns vorbeischaute, glaubten wir unseren Ohren nicht zu trauen, aber wir hatten richtig gehoert: Er fragte, ob wir gerne ein Glass Champagner haetten. Natuerlich haben wir nicht abgelehnt. Dank der guten Betten kamen wir am naechsten Morgen ausgeschlafen dort an und konnten den letzten Tag in argentiniens Hauptstadt noch voll geniessen. Ein Besuch auf dem beruehmten Friedhof von Ricoletta, ein Bummel ueber den Flohmarkt von San Telmo, Mittagessen in einem Strassencafe, am Nachmittag eine Tangoshow auf der Strasse und zum Abschluss ein Abendessern in einem sehr netten Restaurant mit Zicklein, bzw. einem Reis mit Meeresfruechten. Dazu noch einmal eine gute Flasche argentinischen Weins und nach einer kurzen Nacht sassen wir dann im Flugzeug um ueber Lima zurueck nach Panama zu fliegen.

49 Tage, volle 7 Wochen, haben wir in Argentinien verbracht. Wir sind mehr als 11.000 km mit dem Bus gefahren und 2.500 km mit dem Mietwagen. Wir haben die unendlichen Weiten Patagoniens auf uns wirken lassen, haben die Seeelefanten von Valdez gesehen; dort auch die Glattwale beobachtet. Haben das Geschnatter der Pinguine von Camarones noch im Ohr. Wir waren in den versteinerten Waeldern von Sarmiento, haben den gewaltigen Gletscher Perito Moreno bewundert und sind am einmalig schoenen Cerro Fitz Roy gewandert. Haben das Seengebiet mit dem Auto bereist, waren am Vulkan Lanin und bis auf halbe Hoehe an suedamerikas hoechstem Gipfel, dem Aconcagua. Wohl mit am beeindruckensten war die Farbpalette der bizarren Berge im Norden und natuerlich die Wasserfaelle von Iguazu. Nicht zu vergessen die Weinverkostung in Mendoza und das Asado mit den Gauchos in Seclantes. Wir haben viele Bergpaesse ueber 3.500 m und zwei mal ueber 4.000 m ueberquert; haben kurze Abstecher nach Chile und Brasilien gemacht; waren bis auf Steinwurfweite an Paraguay und bis auf weniger als 50 km an Boliviens- und Uruguays Grenzen.

Fazit: Es war eine wunderbare Reise!

Reinhart